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Anläßlich meines 50sten Geburtstages 1991 war meine Mutter 74 Jahre alt.  Man sieht ihren wunderschön zurecht gemachten Garten im Hintergrund. Der Garten war ihr Hobby. Das Haus war ihr Lebenswerk. 1995 ist sie verstorben.

 

 

 

 

 

 

 

1991 - Zu meiner Cousine Waltraud (Tochter von Gretel) hatte meine Mutter ein besonders vertrauensvolles Verhältnis - ähnlich wie zu ihrer Schwester Gretel selber.

Ich selber hatte in dieser ‘Groß-Familie’ (bestehend aus: meiner Mutter Agnes, Sohn Manfred, Tante Gretel, ihr Ehemann Onkel August, Cousin Günter, Cousine Waltraud) leider die Rolle des Schwarzen Schafes. Dafür war meiner heutigen Vermutung nach hauptsächlich Tante Gretel verantwortlich. Verhärmt, lebens-schwach und in ihrer Ehe gedemütigt durch einen brutalen Säufer, hatte sie Trost in der Tatsache, dass sie ja verheiratet war, jedoch meine Mutter eben nicht. Und folglich musste das uneheliche Kind (also ich) natürlicherweise dann ein Verrecker sein, während ihre eigenen Kinder brav & ordentlich waren. - Leider ist meine Mutter nur allzu bereitwillig auf dieses fiese Paradigma insbesondere von Gretel und ihrer Tochter Waldtraud hereingefallen.

 

 

 

 

 

 

1956 - Mutti (39 J) und ich (15 J) - bei einem unserer Fahrradausflüge nach Kloster Arnsburg (zusammen mit meinem Cousin Günter)

 

 

 

 

 

 

1974 - Gießener Aufführung der ‘Mutter Courage’ im Stadttheater. (Der Wagen stand hinter dem Stadttheater. Meine Mutter traf ich dort zufällig).

 

Agnes - Mutter Courage 1974-1-sharpen-560

 

Trotz ihrer energischen Mutter-Courage-haftigkeit hatte sie auch enorme neurotische Anteile, unter denen besonders ich zu leiden hatte. Jeder, der mit mir länger zu tun hatte, kann sich an ihre ‘Rumpelstilzchen’-Anfälle erinnern (wie Erika das nannte). Da war sie total unbeherrscht und außer sich, stampfte mit den Füßen auf, wälzte ihre Zunge im Mund herum und schrie völlig durchgedreht beim gleichzeitigen Aufstampfen. Es ging ihr dann beispielsweise um irgendwelche eingebildeten Kränkungen - oder es war ihr wichtig, mich zu kränken. Da gab es keinerlei Chance ihr irgendwas vernünftig zu erklären. Mich hat sowas immer viele Tage lang wirklich echt mitgenommen.

 

 

 

 

 

Dieses Bild in großer Gemäldegröße hatte meine Mutter in unserem Schlafzimmer im Teufelslustgärtchen aufgehängt. Es war offenbar eine Erinnerung an ihre Kindheit, als sie mit ihrem Bruder Franz zusammen die Gänse hütete.

 

Carl Frithjof Smith-Gäsepiken, 1896 - (560)

 

 

 

 

 

Marrie und Angnes - schätzungsweise so um 1932. Angnes ist offenbar ungefähr 15. Mit ihrer Schwester Marrie hatte sie bis zu ihrem Lebensende immer wieder Kontakt. Marrie ist kurz nach dem Tod meiner Mutter ebenfalls verstorben. Beide Schwestern waren robuste & extrem lebenstüchtige Frauen. Mit der Tochter von Marrie - Marilies - hatte ich auch später noch Verbindung.

 

Marrie und Angnes (Ausschnitt)-sharpen-denoise-B+W5-560

 

 

 

 

 

Angnes (Ausschnitt)-560

 

 

 

 

 

Und so sieht das Produkt Ihrer Jugend & Schönheit aus - im Jahr 1941, mein Geburtsjahr

 

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